Wort

Der eingefühlte Nihilist

Landschaftskalkül
Treibsand legt die Säulen schlafen
Die sich einst nach oben rankten
Als Stützen seines Herzens

Literat der Wirklichkeit
Rational und schwach
Blühend die Zerrissenheit
Als er die Entscheidung traf
Literat der Wirklichkeit
Rational und schwach
Blühend die Zerrissenheit
Als er die Entscheidung traf

Wüstenrosen, blaue Blüten
Für die Vernunft, Unkraut der Phantasmen
Doch langt der Augenschein in Richtung träumerischer Höhen
Und sie erwacht in Scharen, die Person
Orientiert dem Pfad entgegen
Wo Malerei sich wagt zu regen
Entschlossen doch den anderen Pfad zu nehmen
Und wiederum woanders sich zu stehlen

Literat der Wirklichkeit
Rational und schwach
Blühend die Zerrissenheit
Als er die Entscheidung traf
Literat der Wirklichkeit
Rational und schwach
Blühend die Zerrissenheit
Als er die Entscheidung traf

Bodenlos enttäuscht
Ist ihm sein Naturell zuwider
Doch schwerelos entläuft
Ein Strahlen jenen Augenlidern
Die einst im Sand Zerstreuung suchten
Haben sich insgeheim entschieden
Das eigene Sandkorn selbst zu färben
Aus dem Nichts heraus

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Irrelevanz

Was ist dein Leben wert?
Wo liegt dein Sinn?

Trauer ist ein Hindernis
Für jene, die sie treibt
Was lehrt uns das Leben,
Was lehrt uns die Furcht,
Was lehrt und die Angst vor dem Tod?

Leben ist, was uns bleibt
Schicksal ist, was uns treibt

Schicksal für die Feder
Unser aller Leid
Hoffnungslos und unbeschwert
Bedeutungslos und frei
Wer sind wir dies anzuzweifeln
Zu glauben, es zu verstehen
Die Frage nach der Bedeutung,
Ist sie selbst der Sinn?

Trauer ist ein Hindernis
Für jene, die sie treibt
Was lehrt uns das Leben,
Was lehrt uns die Furcht,
Was lehrt uns die Angst vor dem Tod?

Leben ist, was uns bleibt
Schicksal ist, was uns treibt!

Leben,
Zu kurz, um es zu verstehen
Zu nah am eigenen Leid,
Am eigenen Verderben
Als dass der wahre Sinn
Sich eines Tages noch zeigt!
So bleibt nur eines noch zu fragen

…Eine Frage bleibt…

[collapse]
Zwischenweltler

Giftloses Grün
Versunkener Schlaf
Die Augen verzerrt
Gesicht gestrafft
Grünloses Gift
Versunkene Nacht
Gewinner des Nichts
Gedanken erschlafft

In Erkenntnis gezwungen
Um Bekenntnis gebeten
Ins Vergessen geflohen
Und dem Körper befohlen
Im Keim zu ersticken
Das Leben vergiften
Den Brunnen der Angst
Vernichten / Errichten
Türme zu Babel / Tunnel zum Kern
Verbleibend im Weltgeschehen
Verblassend am Stern
Wo finde ich statt?

In Lösung gegangen
Allmählich geschmolzen
Tanze im Gasraum
Im Grunde gefangen
Gegorenes Blut
Vergilbte Seele
Geräuchertes Fleisch
Tiefschwarze Kehle
Ich nehme in Kauf
Was ich nicht verkrafte
Kaufe Entkräftung
Raube den Schmerz
Ich finde nicht statt.

Doch bin nicht bestattet
Künstliches Leben
Kunstvolles Leiden
Freunde am Werk

In Erkenntnis gezwungen
Um Bekenntnis gebeten
Ins Vergessen geflohen
Und dem Körper befohlen
Im Keim zu ersticken
Das Leben vergiften
Den Brunnen der Angst
Vernichten / Errichten
Türme zu Babel / Tunnel zum Kern
Verbleibend im Weltgeschehen
Verblassend am Stern

[collapse]
Wahnmal

Traumgestalt verwirkt das Wesen
Welches sich mir nun offenbart
In Trümmern aus krummen Versen
Vers und Maß
Traumgestalt ist dein Leben
Bis zu diesem Tag
Wenn alles, was du gedacht hast
Seinem Ende naht

Dieses Monument hast du dir selbst erbaut
Dennoch fragst du dich, woher die Steine stammten
Vor einem grauen Horizont ragt es auf
Und du fragst dich, warum widert es dich an
Wolkenkratzend verherrlicht es den Wahn
Zeit seinerzeit zur Zeit verfluchend
Und Sand, um Sand, um Sandkorn bricht sich Bahn
Bis die verrinnende Zeit dich überflutet

Traumgestalt verwirkt das Wesen
Welches sich dir nun offenbart
In Trümmern aus krummen Versen
Vers und Maß
Traumgestalt ist dein Leben
Bis zu diesem Tag
Wenn alles, was du gedacht hast
Seinem Ende naht

Blick in dich
Und sieh das Nichts
Das den Schein bricht
Blick in mich
Doch sieh nicht
Das was dein Herz zersticht

Der Ertrinkende klammert sich an das Sinkende
Welches ihm einst half zu schwimmen
Doch wenn es ihn herabreißt
Wird er ihm entrinnen müssen
Zieht es ihn nieder
Wird er ertrinken
Doch wo keine
Luft mehr ist
Wenn das Wasser durchstoßen wurde
Sieht er nichts als Leere in der Gischt, die verschwimmt.

Traumgestalt verwirkt das Wesen
Welches sich dir nun offenbart
In Trümmern aus krummen Versen
Vers und Maß
Traumgestalt ist dein Leben
Bis zu diesem Tag
Wenn alles, was du gedacht hast
Seinem Ende naht

Blick in dich
Und sieh das Nichts
Das den Schein bricht
Blick in mich
Doch sieh nichts…

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Herzschlag

Allein in meiner Zeit
Wie jeder
Einzigartig
Für sich
Verliere die Melodie
Spontan Unterbrochen
Was eben noch getan
Ist jederzeit vorbei
Doch lasse ich mich unterjochen
Vom Gleichheitswahn
Der Geißel meiner Zeit
Versuche mich zu erinnern
Wann ich Eins war
Ohne Meinesgleichen
Spürst du den Herzschlag
in deiner Brust
Spürst du seine Kraft doch erst
wenn er verstummt
Spür den Herzschlag
Hör wie er singt
Fühlst du seine Pracht doch erst
Wenn er verklingt

Der Rythmus des Lebens steigt mir zu Kopf..
Folgt doch auf jeden Tag der nächste seinesgleichen noch –
Schmeiße Passanten vor den nächsten Zug / Genieße den Luftzug
Und freue mich über den Bruch in der Gleichheit meiner Zeit

Bin der Falke auf den Wind vor dem Sturzflug
Bin das Damoklesschwert wie jeder hier
Schmeißt mich ein Passant vom Bahnsteig vor den Zug
– und ich dachte noch, ich selbst schlag zu –
Und das dumme Vieh um mich herum schweigt?

Verliere die Melodie
Spontan unterbrochen
Was eben noch getan
Ist jederzeit vorbei
Doch lasse ich mich unterjochen
Vom Gleichheitswahn
Der Geißel meiner Zeit
Versuche mich zu erinnern
Wann ich Eins war
Ohne meinesgleichen
Doch nun scheint
Alles jederzeit
Vorbei zu sein

Spürst du den Herzschlag
in deiner Brust
Spürst du seine Kraft doch erst
wenn er verstummt
Spür den Herzschlag
Hör wie er singt
Fühlst du seine Pracht doch erst
Wenn er verklingt

[collapse]
T.S.O.J.T.C.

In nur wenigen Minuten
Sind schon viele Sekunden vergangen
Der Speicher ist voll
Und der Film hat sich gerade erhangen
Jeder Drehmoment ein Schnappschuss
Süffisanter Gute-Nacht-Kuss
Jetzt ist Schluss mit bloßem Angruß
Sag ‚Hallo‘ und geh nie wieder!

Das Erbrochene im Abguss ist die letzte Spur der Sieger
Ganz den Brechreiz unterwunden / Langsam kommt das Fiepen wieder
Drängt die Zeit zu ihrem Abfluss / Falsche Haut zum Tätowierer
All die Namen überführen / Sonst vergessen wir uns wieder

Unter Hunden
Bellt der unmaskierte Schweinehund
Zusammen mit dem pedikürten Schweinekater
Herrenlos, Gesangsvereint

Was zum Beispiel bringt es mit sich
– ungelogen, ohne Worte
Wenn man liebt und weiß nicht richtig
– STIMMUNGSSCHWANKUNG!
Wen man liebt und wem man wichtig
– Schwierigkeiten jeder Sorte
Zu erscheinen hat, wen besser nicht be-
SELBST DER SCHLIPS BETRETEN DREINBLICKT
SELBST DEN WIRBEL AUFGEWÜHLT!
Was zum Beispiel bringt es mit sich
– ungelogen ohne Worte
Wenn man liebt und weiß nicht richtig
– STIMMUNGSSCHWANKUNG!
Wen man liebt und wem man wichtig
– Schwierigkeiten jeder Sorte
Zu erscheinen hat, wen besser nicht berührt
..
Besser nicht verführt
Besser nicht mal ansieht
Besser nicht mal aussieht, aussiebt alles was man ist…

Doch wir haben uns gefunden
In dem süffisanten Lachen
In den süffig sanften Lachen, die uns baden
Uns umrundet..
Jeder Fehler nicht nur einmal
Jeder Zwiespalt nicht nur zweimal
Unter Wunden zählt der tiefste Einschnitt nur so viel wie drin gebohrt wird

Fick dich doch mit Vogel-V!
Daumen formen Mittelfinger
Fick dich doch mit Vogel-V!
Wie in Follkommenheit

Sooft sind wir schon ausgegangen
Ohne das Zimmer zu verlassen
Vollkommen sind wir hier verstaubt..

Lasst mich hier zurück
In all dieser Gesellschaft
Derer ich so gerne
Überdrüssig wäre!

Was zum Beispiel bringt es mit sich
Wenn man liebt und weiß nicht richtig

Das Erbrochene im Abguss ist die letzte Spur der Sieger
Doch wir haben uns gefunden
Uns umrundet
Jeder Fehler nicht nur einmal
Jeder Zwiespalt nicht nur zweimal
Unter Wunden zählt der tiefste Einschnitt nur so viel wie drin gebohrt wird!

[collapse]
Witterungs-Verhältnis

Schade, sei’s drum,
Was uns einfällt
dieses Weltbild
dreht sich falschrum
und sein Fallschirm
war doch nur als Regenschutz gedacht
Was hat man sich nicht alles angelacht
im Laufe der Verzweiflung

Schade, sei’s drum
Was uns auffängt
am Ende aller Doppelböden
ist
der bloße Grund
in all dem Schönen
und Begehrten
die Betrachtung zu verlieren
in all dem Schönen
und Begehrten
die Betrachtung zu verlieren

Alle Achtung
schwirrt umher und küsst sämtlich Synapsen wach
Zeit war eines Tages Geld
und Geld und Zeit
nie existent
mit ihr verschenkt der All-Schlechtwetteranzug
seine Fasern
allsamt geschmackloser Krawatten
Adé, mein Mode-Accessoir

und gedenkt der epochalen Winternächte
War das nicht Ewigkeiten her, schon immer?
Womöglich war es damals wirklich wärmer als gedacht
Womöglich war es damals wirklich wärmer als gedacht
Womöglich war es damals wirklich wärmer als gedacht
Womöglich Womöglich, Wo?

Eingesessen damals, einst das Fluchtgelüst im Ich
In Gegenwart vom Wir und Jetzt, gegenwärtig ihrer Zukunft
gebrechlich und verletzlich und vergesslich
diese Angst zersetzt sich nun allmälich

über Nacht mit Übermacht
durch das erneute Einverständnis

über Nacht mit Übermacht
durch das erneute Einverständnis

mit der Nacht im Festgewand
düster, lichterloh, verloren klar
rutscht ihm die geballte Faust, aus der Hand
losgelöst von knirschend Zahn
und quitschend Zahnrad
knirschend Zahn
und quitschend Zahnrad

Erschlägt die melancholisch glänzend
Eisskultprur
die Ihm seit Ewigkeiten über (hier den Part doppeln)
Stock und Stein und Wahn verfolgt
Sag, woraus nur mag sie bloß entstanden sein
Jetzt, wo doch die Kälte lang und ewig nicht mehr beißt
und grollt

Jetzt, wo die Kälte von dannen schleicht, das Herz befolgt
Schon immer so gewollt!

Schade, sei’s drum
Was uns auffängt
Doppelböden
ohne jeden Grund
in all dem Schönen
und Begehrten
ein wenig zu verweilen

Schade, sei’s drum,
Was uns einfällt
dieses Weltbild
dreht sich falschrum
seinen Fallschirm
seine Kälte,
Brauch ich nicht!
Windeseile
Langeweile
Brauch ich nicht!
Höhenrausch
Vergilbte Scheine
Brauch ich nicht!

[collapse]